Jesus wird gesalbt

Markus 14, 3-9

Jesus wird von einer unbekannten Frau gesalbt.
Ich finde die Frau in der Geschichte sehr mutig. Nach der Sitte der damaligen Zeit, waren nur die Männer zusammen. Dass diese unbekannte Frau in diese Männergesellschaft hineingegangen ist, galt schon als unhöflich oder unanständig. Ich male mir aus, wie die Männer sie entgeistert oder vorwurfsvoll angeschaut haben.
Dann hat sie auch noch einen fremden Mann berührt! Das war auch außerhalb dessen, was sich gehört hat. Sie macht es trotzdem und Jesus lässt es zu.
Die Jünger und die anderen Männer beklagen die Verschwendung. Sind sie vernünftig? Sind sie neidisch? Ich finde mich in den Männern wieder. Oft denke ich auch so vernünftig, praktisch, sparsam.
Jesus nimmt die Frau in Schutz. Sie hat etwas gespürt, was die anderen nicht sehen konnten oder wollten. Jesus hatte mehrfach von seinem Sterben gesprochen, aber das hat keiner begriffen.
Die Zuwendung, die die Frau Jesus schenkt, ist jetzt wichtiger als das, was zu anderen Zeiten wichtig ist.
Was bedeutet das für uns? Heute am 15.3.2020? Wir können uns wegen des Corona-Virus nicht persönlich treffen. Aber wir können einander schreiben, anrufen, Ideen geben. Diese Zuwendung ist eine wichtige Ergänzung zu dem vernünftigen Verhalten, das wir ansonsten praktizieren. Lasst Eurer Phantasie dazu freien Lauf!


Jesus zieht nach Jerusalem ein

Markus 11, 1-11

Mich beeindruckt, dass Jesus sich zwar feiern lässt wie ein König. Aber dadurch, dass er nicht auf einem Pferd, sondern auf einem Esel reitet, zeigt er: „Ich bin mit euch auf Augenhöhe. Ich bin ein König der einfachen Leute.“

Das verstehen die Menschen. Sie breiten einen „roten Teppich“ vor ihm aus, indem sie Tücher, in die sie sich eingehüllt haben, vor ihm auf den Weg legen und auch Grüne Zweige.

Und die Leute rufen Jesus zu: „Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn“

Hosianna bedeutet: „Hilf doch!“ oder „Gib Heil!“ Sie spüren: Dieser Mensch ist ganz eng mit Gott verbunden, ist Gottes Sohn. Und er kommt, um uns nahe zu sein, um uns zu helfen, zu ermutigen, zu heilen.

Ich freue mich, dass Gott, auf den ich vertraue, mir so nah kommt. Er sitzt nicht nur weit weg im Himmel auf einem Thron.

Was ist "Passionsgeschichte - anders erzählt"?

Zu Geschichten aus Jesu Passion wurden im Kindergottesdienst der Paulusgemeinde Szenen aufgebaut. Die Puppen wurden von Mitarbeitenden gestaltet. Kinder haben weitere Elemente hinzugefügt. In diesem Jahr gestalten wir die Szenen erneut in der Pauluskirche. Hier finden Sie Fotos davon und Gedanken von Pfarrerin Elke Schwerdtfeger dazu.