Video-Gottesdienst aus der Pauluskirche

Sonntag, 29. März 2020 - Judika

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

Wir beten Psalm 111 (EG 748)

1 Halleluja! Ich danke dem Herrn von ganzem Herzen
im Rate der Frommen und in der Gemeinde.

2 Groß sind die Werke des Herrn;
wer sie erforscht, der hat Freude daran.

3 Was er tut, das ist herrlich und prächtig,
und seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich.

4 Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder,
der gnädige und barmherzige Herr.

5 Er gibt Speise denen, die ihn fürchten;
er gedenkt auf ewig an seinen Bund.

6 Er lässt verkündigen seine gewaltigen Taten seinem Volk,
dass er ihnen gebe das Erbe der Völker.

7 Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht;
alle seine Ordnungen sind beständig.

8 Sie stehen fest für immer und ewig;
sie sind geschaffen wahrhaftig und recht.

9 Er sandte Erlösung seinem Volk / und gebot, dass sein Bund ewig bleiben soll.
Heilig und hehr ist sein Name.

10 Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang. / Wahrhaft klug sind alle, die danach tun.
Sein Lob bleibet ewiglich.

Amen.

Gott ruft uns heut in die Gemeinde

Melodie: EG 369 (Wer nur den lieben Gott lässt walten)
Text: Dieter Frettlöh

 

1  Gott ruft uns heut in die Gemeinde.

Gott will der Christen Mündigkeit.

Wir wären gerne Jesu Freunde,

doch hemmt uns Unentschlossenheit.

Wagen wir dennoch diesen Schritt,

wir hoffen, Christus geht ihn mit.

 

2  Wir wollen heut nicht mehr versprechen,

als wir zu halten fähig sind.

Gott wird sein Wort deshalb nicht brechen.

Gott weiß, wir sind oft taub und blind.

Wir  überhören, was er spricht,

und sehen seine Zeichen nicht.

Predigt (Martin Schwerdtfeger)

Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist, der da war und der da kommt. Amen.

Heute beginnt ein neues Presbyterium seine Arbeit. Gemeinsam mit Pfarrerin und Pfarrer leiten die ehrenamtlichen Mitglieder die Gemeinde.

Sie übernehmen Verantwortung für das Gemeindeleben – für Gottesdienste und Veranstaltungen, für das Vermögen und die Gebäude, für die Mitarbeitenden und die Vertretung der Gemeinde nach außen hin. Die Paulusgemeinde ist Teil des Kirchenkreises und der Evangelischen Kirche von Westfalen. Sie hat diakonische und missionarische Aufgaben. Sie geht auf Menschen zu und ist Teil der weltweiten Ökumene.

Das Presbyterium hat da viele dünne und dicke Bretter zu bohren. Und in dieser Zeit, in der wir Gemeinschaft nicht direkt im Gottesdienst oder in Veranstaltungen erleben können, in der wir für die Gesundheit viele Einschränkungen hinnehmen und sich viele um ihre berufliche Zukunft sorgen, da sind die Bretter besonders dick.

Da passt das Geschenk ganz gut, dass unsere Landeskirche den Presbyterinnen und Presbytern mit auf den Weg gibt: einen Holzklotz. Hell und dunkel sind die Jahresringe. Fröhliches und Schweres werden wir in den nächsten vier Jahren erleben. So wie auch jetzt bei allen Belastungen Ermutigendes geschieht und Nachbarn und Freiwillige für Ältere einkaufen, wenn Nasen-Mund-Schutze genäht werden oder per Telefon Kontakt gehalten wird.

Auf diesem Holzklotz ist ein Kreuz zu sehen. Es erinnert daran, dass Christus für uns gestorben ist, um Leid und Angst in der Welt zu überwinden. Und wenn ich dieses Kreuz vor ein Licht stelle, dann geht ein Leuchten durch das Holz hindurch. Und dann weist es auf das Licht des Ostermorgens hin, auf die Auferstehung.

Dieses Lichtkreuz durchbricht den Holzklotz. So wie es Risse in unserem Leben gibt – Brüche, Scheitern, Verluste, Versagen. Das Kreuz weist darauf hin, dass gerade dann Gottes Glanz aufscheinen kann. Christus wird zum Licht der Welt. Er verwandelt alles Dunkle und löst aus der Todesstarre. Er macht Menschen lebendig und bringt sie in Bewegung.

Sein Licht soll unseren Presbyterinnen und Presbytern leuchten. Es soll ihnen Mut und Zuversicht geben für ihre Aufgaben. Bitte beten Sie für diese Männer und Frauen!

Gott behüte uns alle! Amen.

Gott ruft uns heut in die Gemeinde

Melodie EG 369,1-3 (Wer nur den lieben Gott)

 

3        Gott lässt uns heut noch einmal sagen,

dass er viel Hoffnung für uns hat.

In guten und in schweren Tagen

gilt seine große Ostertat,

sein Aufstand gegen jeden Tod,

der uns und unsre Welt bedroht.

 

Verabschiedung und Einführung

Eine Gemeinde ist lebendig, wenn ihre Gemeindeglieder auf vielfältige Weise daran mitwirken, das Evanglium von Jesus Christus weiterzutragen. Dazu gehört auch die Aufgabe, die Gemeinde zu leiten.

Aus dem Presbyterium scheidet aus Christina Schubert. Sie hat vier Jahre lang ihre Zeit und Kraft in den Dienst unserer Gemeinde gestellt. Dafür danken wir ihr.
Gott begleite sie weiterhin mit seinem Segen!

 

 

In das Amt des Presbyters bzw. der Presbyterin werden eingeführt:

Dirk Falke

Norbert Frontzeck

Helmut Gerisch

Sabine Gördes

Britta Hermes

Kim Anna Klinker

Friedrich-Wilhelm Kruse

Stefanie Leosz

Elke Mellinghaus

Matthias Mladek

Cornelia Schmidt

Herbert Terweiden

Jörgen Ullrich

Silas Wessel

 

Lesung Matthäus 5,14-16

14 Ihr seid das Licht der Welt:

Eine Stadt, die auf einem Berg liegt,

kann nicht verborgen bleiben!

15 Es zündet ja auch niemand eine Öllampe an

und stellt sie dann unter einen Tontopf.

Im Gegenteil: Man stellt sie auf den Lampenständer,

damit sie allen im Haus Licht gibt.

16 So soll euer Licht vor den Menschen leuchten.

Sie sollen eure guten Taten sehen

und euren Vater im Himmel preisen.«

 

Die Presbyterinnen und Presbyter haben sich verpflichtet, das Amt gemäß dem Evangelium von Jesus Christus zu führen, wie es in der Heiligen Schrift gegeben und in den Bekenntnissen unserer Kirche bezeugt ist. Sie sind bereit, Verantwortung zu übernehmen für den Gottesdienst, für die pädagogischen und diakonischen, ökumenischen und missionarischen Aufgaben der Gemeinde, sowie für Lehre, Einheit und Ordnung der Kirche.

 

Lasst uns beten:

Gott, du rufst uns in den Dienst und schenkst uns Fähigkeiten, die wir dazu brauchen.

Wir bitten dich für unsere neuen Presbyterinnen und Presbyter: Schenke ihnen und uns allen Herz und Verstand für unsere Beratungen und Entscheidungen.

Für unseren Umgang miteinander gib uns Geduld und Humor.

Lass durch unsere Arbeit deinen Geist unter uns wirksam sein. Amen.

 

Liebe Gemeinde,

ich bitte euch: Achtet den Dienst der Mitglieder unseres Presbyteriums. Steht ihnen bei und betet für sie, dass sie ihren Dienst mit Freude tun und nicht müde werden.

Bedenkt, dass wir alle aufgrund der Taufe zum Zeugnis und Dienst in der Welt berufen sind.

Der Gott des Friedens mache uns tüchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen,

und schaffe in uns, was ihm gefällt, durch Jesus Christus.

Ihm sei Ehre in Ewigkeit. Amen.

 

Lasst uns beten:

Gott, wir danken dir für alle Menschen, die in der Gemeindemitwirken.

Danke für alle, die in dieser Zeit andere anrufen und an ihrem Leben Anteil nehmen.

Danke für alle, die für andere einkaufen!

Danke für die, die in Krankenhäusern und bei der Feuerwehr arbeiten!

Danke für die, die in unserem Kirchenkreis für andere Mund-Nasen-Schutze nähen. 95 davon haben wir schon an die Feuerwehr weitergereicht.

Gott, sei bei kranken Menschen und ihren Angehörigen!

Gib uns allen Kraft und Mut und Besonnenheit.

 

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme,

dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

Und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Gott segne dich und behüte dich,

Gott lasse leuchten sein Angesicht über dir

und sei dir gnädig,

Gott erhebe sein Angesicht auf dich

und gebe dir Frieden. Amen.

Andachten mit Bild und Ton

29. März 2020 - Andacht zum Sonntag Judika, Elke und Martin Schwerdtfeger

22. März 2020 - Andacht zum Sonntag Lätare, Elke Schwerdtfeger